…über Pfunde, unser Glück in einer friedlichen Welt zu leben und dass man mit Größe 42 vollkommen im Durchschnitt liegt.

13. August 2014

Meine lieben Leser.

Letztens hat Bambi von Bambi backt einen interessanten Post auf Instagram veröffentlicht. Und zwar hielt sie einen Apfel in der Hand und sagte, dass sie davon nicht satt wird und dass wir uns alle mal von unserem „Healthy Living“-Thron wieder auf ein normales Niveau begeben sollten. Naja, so oder so ähnlich jedenfalls. Und sie hat verdammt Recht. Ich habe auf Instagram viele Menschen abonniert, die gesunde Rezepte veröffentlichen und es macht mir Spaß zu sehen, dass auch sie oft zum Frühstück Müsli mit frischen Früchten essen (mein Lieblingsfrühstück!).  Aber nachdem es bei mir zum Mittag irgendwas vielleicht auch mal nicht so gesundes gibt, wie z.B. Weißmehl-Produkte, scheinen diese Menschen von 1 Apfel am Tag leben zu können. Es tut mir leid, ich kann das nicht.

Fangen wir bei der Problematik doch mal ganz vorne an. Jedes Model im Fernsehen und in Zeitschriften erzählt dir, dass sie ganz viel Gemüse und Obst isst und viel Wasser trinkt und dazu einfach noch gute Gene hat. Haha – verarschen kann ich mich alleine. Wir alle wissen, dass diese Personen wahnwitzige Diäten einhalten und Sportprogramme fahren, die nicht unbedingt notwendig sind, wenn man kein Extremsportler ist. Auch die Wattebäusche mit Orangensaft sind nicht neu. Ich werde niemals Modelmaße haben, aber ich habe auch keinen Modelappetit. Ich will richtiges Essen, frisches, vollwertiges Essen und genau das, was mir schmeckt.

Ein anderes Problem, welches ich auch sehe, ist folgendes: Viele Menschen die etwas mit Ernährung zu tun haben, haben einfach auch mehr Zeit sich ständig frisches Gemüse zu schnippeln oder mittags zu kochen. Ich gehe von 06:00 Uhr – 15 Uhr im Büro arbeiten und muss entweder abends für den nächsten Tag vorbereiten (wozu ich nicht immer Lust und Zeit habe) oder muss mir dann in der Mittagspause etwas aus der Innenstadt holen – und da gibt’s nicht immer tolle und gesunde Snacks. Da ist mal schnell ein Käsebrötchen geholt statt des tollen Gemüserisottos welches XY sich kochen konnte, weil sie daheim mit ihren Kindern ist und gerade wahrscheinlich Zeit für hatte. Sollte ich mal irgendwann den ganzen Tag daheim rumhängen, werde ich mir mittags auch die tollsten frischen Salate zaubern können – momentan ist das aber einfach nicht machbar. Geht euch das auch so?

Ich habe ein paar Pfunde mehr und passe nicht in Größe 34, das gebe ich glattweg zu und habe kein Problem damit. Ich bin ein paar Kilos von meinem Wunschgewicht weg, aber momentan bin ich jung, gesund, bewege mich viel in meinem Alltag und bin nicht an einem Punkt an dem ich denke, dass ich aussehe wie ein Pottwal. Außerdem macht das Gewicht einen Menschen nicht besser oder schlechter. Ich habe Disziplin, auch beim Essen z.B., aber ich verbiete mir nicht, etwas zu essen. Ich lebe nach dem Motto: Du lebst nur ein Mal und deine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt – wieso sollte ich also, nur um vielleicht 2 Kilo leichter zu werden und anderen Menschen vielleicht besser zu gefallen, mich auf Diäten setzen, die nur kurzzeitige Erfolge bringen? Ich ernähre mich ausgewogen, gesund und auch manchmal kalorienarm, aber ganz ehrlich? Ich lasse mir von keinem meine Pommes ab und an verbieten.

Durch meinen Blog seht ihr alle, was ich täglich oder auch nicht täglich esse. Meine Kochrezepte denke ich mir nicht einfach aus und stelle sie mit „Fake-Food“ nach. Ich koche sie, weil es mir schmeckt und ich es lecker finde, mit frischen Produkten vegetarisch und vollwertig zu kochen. Wenn ich die Wahl habe am Liebsten mit Vollkornprodukten, aber normale Hartweizennudeln bringen mich auch nicht um.

Aber um nochmal ein anderes Problem zu beleuchten: Nur rohes veganes Essen ist sehr schwierig. Der Körper kann gekochtes Essen besser verdauen und wenn man an große Massen Pflanzennahrung nicht gewöhnt ist, kommt es zu Verdauungsproblemen. Als ich mal eine Zeit lang versucht habe, meine Ernährung auf großteils Rohkost umzustellen, hat mein Körper rebelliert. Ich weiß nicht, ob ihr schonmal von „Fruktosemalabsorption“ gehört habt, aber wenn ihr z.B. zu viel Obst esst, kann es vorkommen, dass euer Körper die Fruktose darin nicht verträgt/nicht richtig verarbeiten kann und damit überfordert ist. Dieser malabsorbierte Fruchtzucker kann dann auch zu Durchfall, Blähungen und Schmerzen führen. Es ist nicht alles Gold, was glänzt und auch eine rein rohkostvegane Ernährung kann schlecht für den Körper sein. Alles in Maßen und durchdacht zusammengesetzt – das ist der Weg zum Ziel.

Warum machen wir uns überhaupt über das Thema Ernährung so dermaßen viele Gedanken und urteilen so hart über andere?  Antwort: Weil wir es können. Wir leben in friedlichen Zeiten (zumindest in Deutschland), kein Krieg bedroht unsere Ernährung, wir haben alles im Überfluss. Ich kann rund um die Uhr einkaufen und auch wenn ich etwas gerade einfach nur will - ich kann es mir kaufen. Alle sind offen darüber, was sie essen und jeden interessierts. Meine Oma musste im Krieg aus Ostpreußen flüchten und allein ihre 4 Geschwister durchbringen. Sie hatte keine Zeit zu überlegen, was sie mal kochen könnte, nein, sie musste nehmen was sie gerade bekommen hat. Und auch später als sie selbst 5 Kinder hatte und ein Haus, musste sie überlegen, was sie kocht, aber nicht, weil ihr das und das in den Sinn kam, sondern weil sie ihre Familie so günstig wie möglich satt kriegen musste. Ich versuche mir das oft vor Augen zu halten und versuche selbst, Mittel und Wege zu finden, so wenig Lebensmittel wie möglich zu verschwenden. Ich brauche keine Erdbeeren, wenn sie keine Saison haben – aber schön, wenn die Spanier sie trotzdem anbauen.
Gerade bei amerikanischen Blogs sehe ich das ganze Jahr Dinge, die überhaupt keine Saison haben und frage mich, muss dieser Wahnsinn wirklich sein? Müssen wir immer alles zur Verfügung haben?

Wir jammern alle auf sehr hohem Niveau (mich eingeschlossen), und vielleicht sollten wir alle mal einen Schritt zurücktreten und uns mal das Gesamtbild ansehen. Ich würde gern wissen, wo das Nutellabrot auf dem Bild von dem Apfel als Frühstück ist und wieso jemand nicht die Traute hat, das zu zeigen. Ich hätte nie gedacht, dass die digitale Welt so viele Geißeln hervorbringt – meine Mutter z.B. wird wegen ihrer Ernährung niemals angegriffen von wildfremden Menschen. Aber sie hat auch kein Instagram…

Ich fühle mich wohl, auch mit 5 Kilo mehr auf den Rippen, und so lange meinem Freund mein Essen schmeckt und er nicht zu mir sagt „Schatz, dein Hintern ist zu dick“ (würde er nie sagen ;-P) ist mir relativ schnuppe, was andere Menschen denken, wenn sie mich oder mein Essen sehen.

Und an alle Frauen, die sich dieser Ernährungs- und Beautydiktatur doch nicht ganz entziehen können: Es wird immer andere Frauen geben, die jünger, schöner, dünner, erfolgreicher, anders gebaut sind wie ihr. Aber man kann niemals sehen ob sie auch glücklicher dabei sind. Ich bin momentan glücklich mit meinem Leben – wer kann mir denn da schon was?

Ach und btw.: Kleidergröße 40/42 ist die deutsche, von der Textilindustrie ermittelte, Durchschnittsgröße. Und auch Marilyn Monroe trug sie! Danke fürs Gespräch.

Kommentare :

  1. Ganz toller Beitrag, den ich auf jeden Fall so unterschreiben würde.
    Ich finde, dass die Kilos gar keine Rolle spielen. Was bringts mir, wenn da steht 50 oder 90 Kilo? Zumal das bei unterschiedlichen Körpergrößen auch wieder anders aussieht. 1,50cmx90Kilo sehen eben anders aus, als 1,85cmx90Kilo. Ich finde, dass der Gesamteindruck zählt und wie sich die Person wohl fühlt.
    Leider kann man das nicht immer, weil von aussen jemand gegen einen schießt. Seien es die Medien, die gewisse Maße 'vorgeben' oder die Leute draussen, die tuscheln oder lachen. :/

    Jedenfalls danke für deinen Beitrag. Ich hoffe, dass sich viele Menschen darin wider finden! (:

    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. Danke Cristina,
    für die tollen Worte die du gefunden hast.Mir geht es sehr ähnlich. Ich esse gerne und eigentlich koche ich auch gerne, doch manchmal geht im Alltag die Zeit dazu verloren. Da geht auch mal ne Pommes usw. Ich denke alles in Masen ist o.k die Lebensqualität darf nicht darunter leiden. Ich kämpfe seit Jahren mit meinem Gewicht auf der Waage ( seit der Geburt der Kids) und nun bin ich an einem Punkt angekommen, in dem ich liebe das Leben genieße als mich zu kastaien und grantelig meiner Umwelt gegenüber zutreten.
    Seit dem ich diese Einstellung habe und danach lebe, hat sich mein Gewicht langsam aber stetig nach untenhin verändert. O,k ich mache ( wenn keine Ferien sind) zweimal in der Woche Sport und radel zur Arbeit. Sonntags gehe wir mit den Kids in der Regel schwimmen.
    Aber diese sportlichen Betätigungen sind in meinem Alltag eingebaut.
    So, nun werde ich mit den Kids frühstücken damit der Tag gut starten kann.
    Noch mal vielen Dank für dein Statement.
    Lass dich drücken
    Anja

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  3. Super geschrieben - danke!
    Ich pflichte dir zu 100% bei.

    LG Eva

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  4. Ein wundervoller Beitrag!
    Ich glaube, du sprichst so vielen Menschen (ich sage bewusst Menschen, da es garantiert nicht nur Frauen so geht) aus der Seele.
    Sobald ich meinen Umzug hinter mir habe, werde ich auch besser auf meine Ernährung schauen und ich habe auch nichts dagegen, wenn ein paar Kilos purzeln. Aber ich werde mich nicht für irgendwen verbiegen, weil ihm/ihr meine Ernährung nicht passt oder sonstiges.
    Danke für den tollen Text!
    Diandra

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  5. Ganz toller Beitrag, ich muss echt sagen, solche super gesunden instagram Accounts - denen folge ich nicht mehr. Ich krieg da ständig ein schlechtes Gewissen, obwohl ich mich eigentlich ausgewogen, frisch und gesund ernähre. Gut, fünf Kilo weniger und ich hätte mein Traumgewicht, aber mal ehrlich - Nudeln schmecken super, auch am Abend XD Ich geh um 6:30 aus dem Haus und komme erst um 17:15 heim, da ist es einfach nicht drin, dass ich ständig nur was absolut gesundes, frisches, leichtes esse, denn die Zeit fehlt durchaus. Schön, dass es auch noch normale Esser gibt :D

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  6. Großartiger Artikel, Christina <3 *like it*

    ganz liebe Grüße von Mä vom blog http://www.es-gruent-so-gruen.de/,
    würde mich freuen, wenn du mal vorbeischaust ***

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  7. Antworten
    1. (Aaaarghs, ich wollte doch nur den Tippfehler verbessern, und schon war mein Beitrag weg. Hier also nochmal:)

      In Sachen Wohlfühlgewicht bin ich ganz deiner Meinung, auf die anderen Aussagen (Models, Kinder) kann ich nicht mitreden, da ich kein Model bin und keine Kinder habe.
      Auch habe ich keine 5kg mehr, sondern über 25kg Übergewicht, aber ich mache Sport, damit ich genau das essen kann, was mir schmeckt und Spaß macht. Ich hasse es, Diäten halten zu müssen - schon aus dem Grund, weil sie von Grund auf viel zu kurzfristig und nicht auf einen Ernährungsumstellung wie für Übergewichtige sinnvoll angelegt sind. Ich wünschte mir wieder eine 40/42 - denn wenn ich da reinpasse bin ich bei meinem Wohlfühlgewicht angekommen :-) Ich habe dann zwar immer noch keine Modelmaße, aber die will ich auch nicht. Ich will mich wohlfühlen. So wie jeder andere sich auch wohlfühlen möchte in seinem Körper.

      Außerdem bin ich der Meinung, Frauen dürfen ruhig wie Frauen aussehen - mit allen Rundungen. Das macht sie einzigartig :-) *Update* Soll heißen, dass Frauen ruhig wieder Rundungen haben dürfen, und sich nicht wegen 5kg mehr Gedanken machen sollten. Es ist kein Angriff auf sehr schlanke Frauen - so etwas liegt mir fern. Dass es genauso Sorgen und Nöte auf der dünnen Seite gibt, ist genauso Fakt wie das Unwohlsein der Übergewichtigen.

      Liebe Grüße, Franzi

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  8. Sehr schöner Beitrag den du da geschrieben hast auch wenn ich in manchen Punkten eine etwas andere Ansicht habe würde ich den Artikel so unterschreiben. Ich bin bekennende Nutella-Brot-zum-Frühstück-Esserin und hätte auch kein Problem davon ein Foto zu posten damit die Apfel-Fraktion neidisch wird ���� Ich habe zu einem ähnlichen Thema Letten auch einen Beitrag verfasst, vielleicht magst du da ja mal vorbei schauen:)

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  9. Ich bekomme ja bei dem ewigen hervorgezerre von Marilyn Monroe und 'sie trug 40/42' immer Pickel. Ihre Größe, Maße und ihr Gewicht sind bekannt:
    1,66 m, 53,5 kg und mit den Maßen 91-61-86
    Damit trägt sie nach aktuellen Kleidergrößen 34-36 und eben NICHT 40-42. Oh, und nach dieser Statistik trägt die Durchschnittsdeutsche 38-40 (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/177643/umfrage/konfektionsgroesse-frauen-bei-normalen-groessen/)

    Jeder hat einen anderen Körperbau und damit ein anderes Idealgewicht. Gleichzeitig gibt es zwar eine Korrelation von Gewicht und Gesundheit auf der Ebene der Volksgesundheit, die ist aber sehr viel schwächer und gern mit Ausnahmen versehen, wenn es auf die persönliche Ebene geht. Will sagen: soll doch jeder machen, was er will. Aber bitte nicht mit falschen Daten anfangen, um den eigenen Lebensstil zu rechtfertigen (der keiner Rechtfertigung bedarf).

    ceterum censeo, body shaming in jede Richtung ist falsch. Weder sollte es das für Dicke geben, genausowenig jedoch für Dünne. Und zumidnest der Absatz über Models geht sehr in die Richtung, da den Damen Essstörungen unterstellt werden. Das gehört sich nicht.

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    1. Danke, Kochschlampe!

      Ich verstehe nicht, wie man so einen Post über Body Acceptance schreibt, gleichzeitig aber andere Körperformen, die nicht den eigenen entsprechen, so herabsetzt.

      Auch solche Sätze wie von Franzi ("Außerdem bin ich der Meinung, Frauen dürfen ruhig wie Frauen aussen - mit allen Rundungen. das macht sie einzigartig :-)") kann ich nicht verstehen und finde ich, ich kann's nicht anders ausdrücken, scheiße.
      Sehen (sehr) dünne Frauen, die keine Rundungen haben, nicht aus wie Frauen? Was soll das? Egal ob dünn oder dick, Frau ist Frau, das hat NICHTS mit der Figur zu tun!

      Ich verstehe deine Botschaft und ich finde sie gut und richtig und wichtig, dass da keine Missverständnisse aufkommen. Allerdings fände ich es besser, wenn das ohne das Verurteilen von "anders geformten" geschähe. So machst du nämlich das, was du eigentlich kritisierst. Und damit geht meiner Meinung nach die Botschaft leider verloren.

      LG
      Anne

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    2. Ok, ist vielleicht (inklusive Tippfehler) missformuliert von mir, dass mit den "Frauen dürfen Rundungen haben" - Uns wird immer wieder von Medienseite her vorgegauckelt, dass Frauen extrem schlank sein müssen. Und ich sage: Nein, dass MÜSSEN sie nicht. Sie dürfen ruhig ein paar Kilo mehr wiegen. Darauf war das bezogen.
      Und falls jemand biologisch als Frau geboren wurde, aber weder Brüste noch Hintern hat, so passt sie womöglich in die gängige Mode, hat aber seitenverkehrt die gleichen Probleme wie jemand der gesellschaftlich zu dick ist. Das braucht auch gar nicht weiter diskutiert werden, da es einfach Fakt ist, dass es auf beiden Seiten Sorgen und Nöte gibt.

      Wichtig ist, was innen drin steckt. Mir ist es völlig schnuppe, wie jemand aussieht. Ich persönlich mag Rundungen, das sei mir gestattet. Und mein KOmmentar war lediglich auf die 5 Kilo mehr von Christina bezogen, die sich bitte keine Gednaken darüber machen soll, dass sie 5 Kilo über der Norm liegt ;-)
      Wenn du dich, Anne, davon angegriffen gefühlt hast, dann tut es mir leid.
      Jede Frau ist einzigartig.
      Liebe Grüße, Franzi

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    3. Okay, dann habe ich das wohl missverstanden. :-)
      Aber solche Sprüche gibt es halt leider auch sehr oft, zum Beispiel dieses "Ein Mann ist kein Hund und will nicht mit Knochen spielen" oder so ähnlich. Ganz, ganz ätzend und ebenfalls verletzend.

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  10. Super Post, schön, dass Du die Dinge so offen aussprichst!
    Liebe Grüße,
    Kebo (auch keine Größe 36 ;-)

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  11. Liebe Christina,
    ich kann deine Intention diesen Beitrag verfasst zu haben voll und ganz nachvollziehen. Es ist ein wichtiges Thema, jedoch gehst du das, meiner Meinung nach, falsch an. Im einen Teil verlangst du, dass dir keiner deine Pommes verbieten soll, kannst aber nicht akzeptieren, dass es durchaus Menschen gibt, denen ein Apfel zum Mittag reicht.
    Mir selbst würde der Apfel auch nicht ausreichen, aber gut – wem er reicht, dem soll er reichen. Ich kenne Leute die wenig mittags essen und dennoch keine Modelmaße oder ähnliches haben. Meiner Meinung nach hat das eine nichts mit dem anderen zu tun und sollte klar differenziert werden.
    Auch der Abschnitt mit den Models finde ich sehr unglücklich – sicher, manche haben einfach gute Gene und viele arbeiten einfach hart dafür. ABER es ist deren Job und ich denke, dass viele Menschen für den Job auch vieles aufgeben würden, wenn es bedeutet Erfolg zu haben. Und in dieser Sparte ist es eben die Völlerei auf die verzichtet wird.
    Ich bin jemand der Wert auf eine gesunde und ausgewogen Ernährung legt, die Saisonalität berücksichtigt und sich bewusst ernährt. Zum Mittag darf es auch gerne mal was auf die Hand geben, ein belegtes Brötchen ist da auch schon mal drin. Wieso auch nicht? Beim meinem Bäcker des Vertrauens weiß ich was drin ist. Abgesehen davon möchte ich erwähnen, dass ich meist erst gegen 18 Uhr nachhause komme und dennoch die Zeit finde Gemüse zu schnippeln oder ein Risotto zu kochen – wieso? Weil ich einmal am Tag etwas Warmes essen möchte, mir etwas Gutes tun möchte und ich Lust dazu habe. Und wenn die Zeit absolut fehlt gibt es immer noch gute Restaurants in der Umgebung ;)
    Der Satz mit den Kindern geht gar nicht! Nur weil man Kinder hat und nur halbtags arbeitet, vielleicht auch gar nicht mehr arbeiten geht, heißt es automatisch, dass man Zeit hat? Du solltest mal bei der lieben Yushka von Sugarprincess vorbei schauen ;) Und das ist nicht nur mit 6 Kindern so, da kann durchaus auch ein Kind ausreichen um den Tagesablauf zu bestimmen.
    Ich selbst habe auch keine Modelmaße, bei weitem nicht. Ich esse gerne und ich esse bis ich satt bin. Wenn ich beginne mich in meinem Körper unwohl zu fühlen, tue ich etwas dagegen – ob Diät, FDH oder Sport – egal! Es geht doch nur darum, dass man sich wohlfühlt und wie das jeder vollbringt, sollte jedem selbst überlassen sein. Jedem das seine – aber dann bitte auch richtig!

    Liebe Grüße,
    Nadine

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  12. Oh Christina, dein Beitrag ist so, so, so, so, sooooo wundervoll und auf den Punkt, dass ich dazu gar nichts weiter sagen kann als: Danke und GENAU SO IST ES UND NICHT ANDERS! Und wir sind jetzt alle glücklich mit unseren Apokalypse-Reserve-Pfunden und unseren Pommes! Und der Beitrag wird sofort geteilt, weil ich ihn wundervoll finde! Ganz viel Liebe dafür, Rebecca

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  13. Sehr toll geschrieben und wundervoller Beitrag. Danke dafür!
    Ich sehe das ähnlich.
    Wenn mir eine Freundin von ihren neusten Diäten erzählt, kann ich dazu mittlerweile echt nichts mehr sagen. "Jetzt lass ich erst eine Woche alles weg außer Gemüse, die nächste Woche darf ich Eiweiß mit dazu nehmen und die Woche drauf auch Fleisch!" oder "Ich ess jetzt nichts Süßes mehr!"
    Ich hab das aufgegeben. Es gab damals eine Zeit, da hab ich das tatsächlich auch probiert, aber gemerkt, dass es mir nicht gut tut UND es nichts gebracht hat. Nicht annähernd. Wieso soll ich mich dann quälen, weil ich schon wieder Migräne bekommen, weil mein Körper nach Kohlenhydraten schreit oder ich absolute Gelüste auf Eis habe es mir verbieten? Ich leb doch nur einmal und Fresssüchtig bin ich ja auch nicht :D
    Wie immer ist es doch das wichtigste glücklich zu sein - das könnte ich mit strengen Diäten und Essplanvorschriften einfach nicht.

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  14. Grundsätzlich hast du recht.
    Was mir nicht gefällt ist der Satz mit den Frauen die daheim "abhängen". Und daher Zeit haben Risottos und Salate zu machen.
    Ich kenne sowohl die eine als auch die andere Seite, war also bei meinen Kindern daheim, hab mit und ohne Kinder auswärts gearbeitet. Zeit für gesundes Essen hatte ich immer. Es kommt auf die Prioritäten an.

    Mit einem Apfel hat glaube ich niemand genug, außer er hatte frühmorgens ein ausgiebiges, und vollwertiges, lang anhaltendes Frühstück.

    Und was ist schon normal bei Kleidergrößen, entscheidend ist das Wohlfühlgewicht jedes einzelnen.

    lg von einer die auch öfter rumhängt daheim ggggg
    giftigeblonde

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  15. Nicht jeder, der dünn ist, hat automatisch eine Essstörung! Ich bin 1,68 m groß. Mit 25 habe ich 50 kg gewogen. Mit 40 habe ich versucht, ein bisschen zuzunehmen. Ein bisschen habe ich geschafft: ich wiege jetzt 52 kg und bin 45 Jahre alt. Ich hungere nicht, ganz im Gegenteil! Wenn ich meine Naschereien tagsüber (Schokolade, Kekse) zusammenzähle, kommt ganz schön viel dabei raus.

    Zu dünn ist auch nicht wirklich besser und erstrebenswerter - jedenfalls nicht, wenn man die 30 überschritten hat.

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  16. Jooooooo danke für diesen tollen Post. Wenn sich mehr Blogger trauen würden mal die Wahrheit über die tägliche Ernährung zu sagen hätten wir weniger ichbleibdünnoderwilleswerdenerwartungsdruck. Gglg Anne, die sich gerade eine Weisswurst mit Brezel reingehauen hat ebenfalls 40-42 Kleidergrösse hat und damit zufrieden ist. Ich geh dann mal joggen, so geht es auch :)

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  17. Interessanter Beitrag, deiner Grundaussage stimme ich voll zu. Jedoch müssen wir "Westler" aufpassen, dass wir nicht zu dick werden. Ich bin zur Zeit in japan und die Menschen sehen hier insgesamt dünner und gesünder aus. Es muss nicht der Apfel als Ersatz fürs Mittagessen sein, aber "unsere" Essgewohnheiten sind aus dem Ruder gelaufen. Das fängt schon bei der Größe der Portionen an. .

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  18. Liebe Christina,
    ich würde sagen, die Mischung macht's - es muss nicht jeden Tag von früh bis spät vorbildlichst gegessen und sich der Kopf zerbrochen werden. Die Lust am Essen + Kochen sollte auf keinen Fall auf der Strecke bleiben!
    Selbst komme ich unter der Woche berufsbedingt mittags auch nicht zum Kochen, empfinde es aber nicht als Einschränkung, mich dennoch gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Ich mache mir morgens meistens eine Box mit Käsebrot + Obst + Gemüse + Joghurt, die ich als Mittagessen mit ins Büro nehme. Wenn es mal Reste vom Vortag gibt, kann ich sie dort auch in der Mittagspause in der Küche aufwärmen. Meine Kolleginnen kochen oft abends (das doppelte Rezept), um für ein oder zwei Tage im Büro versorgt zu sein. Und im Supermarkt (beim Bäcker...) gibt es verschiende frisch geputzte, portionierte Salate; ein Dressing kann man auch von Zuhause mitnehmen.
    Wer abends keine Lust zum Vorkochen hat, steht morgens einfach ein paar Minütchen früher auf, um einen leckeren Mittagssnack zu zaubern. :-)
    Herzlicher Gruß
    Carmen

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  19. Wow, endlich mal jemand der es ausspricht!! http://wasistloos.blogspot.de/

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  20. word! super post! da kommt man richtig in fahrt beim lesen^^ du hast so recht. es ist eifnach immer so, man kanns nicht allen recht machen. gerade wenn man sich in die mediale öffentlichkeit begibt, ist wohl die anonymität für manche zu verlockend sich über alles mögliche zu beschweren und einen anzugreifen.
    ich arbeite von 7 bis 4 und habe kein bisschen bock auch nur eine minute früher aufzustehen um mir was gesundes zum mitnehmen zaubern zu können. das angebot in der umgebung ist quasi nicht vorhanden und unsre kantine ist einfach nur dreck (sorry, aber das ist echt der minderwertigste, schlechteste, liebloseste scheißfraß den ich kenne und vegetarisch ist dort ein fremdwort). was soll man dann futtern außer mal ne breze oder ne käsesemmel.
    wir sind hald nicht alle die totalen superfrauen mit dem angeborenen superernährungsplan-gen, aber für unsere schwächen lieben uns unsere männer;)
    liebe grüße, sabine =)

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Kommentare sind für mich wie ein besonders schönes Dessert, also:

♥ Danke für jedes liebe Wort ♥

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