SweetPies Adventskalender - Glühweinbrot

3. Dezember 2016


Meine lieben Leser.

Es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu und auch wenn ich momentan noch gut mit meinem zweiten Buch beschäftigt bin, darf ich dieses Jahr Teil des Adventskalenders der lieben Nadine von SweetPie sein. Ich freue mich sehr darüber und da ich nicht das typische 0815-Plätzchenrezept beisteuern wollte, sondern mal etwas mit ein bisschen mehr Pepp, komm ich dieses Jahr mit einem Glühweinrezept daher. Langweilig? Gar nicht! Denn dieser ist gut versteckt in einem Brot. Aromatisch und nicht althergebracht - aber mega lecker! Es ist ein einfaches no-Knead-Brot und daher für jeden schnell und einfach herzustellen ohne super viel Aufwand. Also auf geht's zum Weihnachtsmarktgenuss daheim.


Zutaten:

400 g Mehl
1 TL Zimt
1/2 TL Anis
1 Hauch Muskat
1 TL Salz
1 TL Zucker
150 ml Rotwein o. Kinderpunsch 
150 ml Wasser 
20 ml Orangensaft (Saft 1/2 Orange)
Zesten 1 Bio-Orange
1/2 Würfel Hefe

Zubereitung:

Zuerst das Mehl mit den Gewürzen vermengen.
Danach die flüssigen Zutaten vermengen,
leicht erwärmen und die Hefe dazugeben.
Zutaten in eine Schüssel geben und
mit einem Rührlöffel durchmengen.
Ich knete mein No-Knead-Brot immer ein wenig,
da ich keine Mehleinschlüsse möchte,
aber das ist kein Muss.
Den Teig nun abdecken und ca. 3 Stunden bei
Zimmertemperatur gehen lassen
(oder im Kühlschrank über Nacht).
Dann etwas Mehl mit etwas Zimt vermengen
und in ein Gärkörbchen streuen.
Den gegangenen Teig auf eine bemehlte
Arbeitsfläche geben und von allen 4 Seiten
her zusammenklappen.
 Mit dem Schuss nach unten in das Gärkörbchen legen
und nochmal abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.
 Danach den Ofen auf 250 °C vorheizen und
einen Topf mit dicken Außenwänden und Deckel
ohne Loch mit vorheizen.
Teig in den heißen Topf stürzen und im Ofen ca. 30 Minuten
  Deckel backen und nochmals 10 - 15 Minuten ohne Deckel.
 Danach auf einem Gitter auskühlen lassen.


Ich liebe dieses Brot. Es ist aromatisch und passt hervorrangend zu einem Weihnachtsfrühstück. Oder vielleicht mal fürs Adventskaffeetrinken? Ich esse dazu gerne Marmeladen und Konfitüren, aber auch herzhafte Beläge sind kein Problem - denn so süß ist das Brot nicht.


Ich dachte früher immer, dass der Alkohol im Rotwein die Hefe töten würde, aber wie dieses Brot zeigt, ist das nicht der Fall. Das Brot selbst schmeckt nicht nach Alkohol, denn durch die lange Backzeit bei hoher Temperatur verdampft er großteils.

Frosted Cranberrys

30. November 2016

Meine lieben Leser!

Es ist endlich soweit - es gibt Cranberrys im Supermarkt. Ich liebe Cranberrys, denn sie halten soo viele Möglichkeiten bereit. Momentan sieht man sie wieder überall auf den Blogs - und vor allem in einer Form: gefrostet. D.h. in Zucker gerollt und glitzernd wie nie. Aber wie macht man diese gezuckerten Cranberrys und wie bewahrt man sie auf? Das erkläre ich euch heute, damit auch ihr bald diese hübschen (und so leckeren!) Cranberrys essen und allerlei gebackenes damit verzieren könnt. Auf geht's!


Zutaten:

200 g frische Cranberrys
100 ml Wasser
100 g Zucker
+ ca. 100 g Zucker zum drin rollen

Zubereitung:

Die Cranberrys waschen, trocknen und verlesen.
Nur die festen Früchte können wir verwenden -
              leicht weichen Früchte aussortieren und wegschmeißen.
Derweil den Zucker und das Wasser zusammen aufkochen
und so einen einfachen Sirup herstellen.
Dieses auskühlen lassen (das ist wichtig, denn
in dem heißen Sirup würden die Cranberrys platzen).
Nun die Cranberrys in den Sirup geben und
mit einem Gewicht beschweren,
damit alle im Sirup schwimmen.
 Mindestens 2 Stunden so belassen (oder über Nacht).
Danach das Sirup abgießen, auffangen
 und andersweitig verwenden.
Die Cranberrys nun in kleinen Mengen im Zucker rollen
 und auf einem Kuchengitter auslegen zum Trocknen.
Nach ca. 1 Stunde sind sie fest und
 können verwendet werden.


Nicht in einem geschlossenen Behälter aufbewahren, denn dort drin werden sie matschig und der Zucker schmilzt weg. Ich habe meine Cranberrys in einem Schälchen offen in der Küche stehen und das klappt hervorragend. 
Diese frosted Cranberrys sind nicht nur super als Deko für Kuchen, Cupcakes oder allem anderen weihnachtlichen, sondern sie schmecken auch hervorragend. Einfach als Snack zwischendurch - denn sie sind sauer, manchmal etwas bitter und zuckersüß zugleich. Ich liebe diese Kombination einfach.

Wie sieht das bei euch aus? Schonmal gezuckerte Cranberrys gemacht und zur Deko benutzt?


Vanilleextrakt selber herstellen (mit/ohne Alkohol)

23. November 2016

 

Meine lieben Leser.

Jeder liebt Vanille, oder? Ich kenne jedenfalls niemanden, der Dinge mit Vanille drin verschmäht. Außerdem finde ich, dass Vanille bei vielen Backwerken den Geschmack sehr positiv beeinflusst, auch wenn Vanille nicht die vorherrschende Geschmacksrichtung ist. Vanilleextrakte sind im Laden ziemlich teuer, daher überlegte ich, sie einfach selbst herzustellen. Sie müssen lange ziehen, sind also nicht sofort zum Einsatz bereit; aber das sollte kein Problem darstellen. Dann muss man eben früher anfangen, nicht? Schritt 1 ist, sich genügend Vanilleschoten zuzulegen. Ich habe meine Schoten von Madavanilla, dort kosten 50 Gramm 18,00 €. Bei dem Preis sollte man vorsichtig damit umgehen, finde ich zumindest. Und da ich ein Problem damit habe, Vanilleextrakt mit Alkohol in Backwerken zu benutzen, die z.B. Kinder essen, musste ich mir neben dieser Variante noch etwas anderes überlegen. Ich habe, um vergleichen zu können, jeweils 400 ml und 30 g Vanilleschoten genommen.


Japp - die Vanilleschoten sind so frisch, dass ich sie einfrieren muss. Sie haben ein unglaubliches Aroma... Perfekt für einen Vanille-Liebhaber wie mich. Der Shop Madavanilla ist absolut nur zu empfehlen. 

Aber kommen wir erstmal zur allgemein gebräuchlichen 1. Variante: Vanilleextrakt mit Alkohol (Wodka). Dies ist die einfachste und günstigste Variante.



Zutaten:

400 ml Wodka
30 g Vanilleschoten
(ca. 10 Stück) 
Zubereitung:

Wodka in eine sterile Flasche füllen, die Vanilleschoten
                                  der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen.
Die Schoten dicht nebeneinander auf ein Brettchen legen
und mit einem Messer der Länge nach kurz und
nicht allzu fest darauf „langhacken“.
Das Mark und die Schoten ansich in die Flasche
geben und verschließen. Mindestens 2 Wochen ziehen
lassen und immer mal wieder schütteln.


Variante 2 ist eine mit reinem Alkohol und gehäckselter Vanille. Ein bisschen tut einem das im Herzen weh, aber er ist wirklich gut. Auch hier wollte ich 400 ml Extrakt herstellen und daher nehmt ihr folgende Zutaten.


Zutaten:

200 ml 70 % Alkohol (gibt’s z.B. hier)
ca. 30 g Vanilleschoten
200 ml Wasser (später)
Zubereitung:

Die Vanilleschoten in einen Mixer geben und
möglichst fein zermahlen.
Die Vanille nun in eine große Flasche oder
 ein Glas geben und mit dem Alkohol aufgießen.
Die Flasche oder das Glas nun 2 Wochen lang bei
Raumtemperatur stehen lassen und
immer mal wieder schütteln.
Extrakt nun durch ein Haarsieb geben und 
den Alkohol auffangen.
 Den Bodensatz nun mit 200 ml Wasser
aufkochen und abkühlen lassen.
Beides zusammenschütten und in eine sterile Flasche gießen.


Zu dem Alkohol habe ich eine interessante Geschichte zu erzählen. Denn eigentlich wollte ich meine lokale Apotheke unterstützen und meine Zutaten dort kaufen. Tja - mal wieder wurde ich sehr interessant enttäuscht. Ich gehe also in die Apotheke, bringe dem Apotheker mein Anliegen näher und erkläre ihm, wofür ich den 70 % Alkohol brauche. Er guckt mich irritiert an, als hätte er noch nie etwas von Vanilleextrakt gehört und sagt: "Kommt.". Ich: "Ähm, schön, aber wie viel ML denn und was kostet der Spaß?" Er: "100 ml kosten 6€irgendwas". Ich: "Aber ich sagte ja schon, dass ich 200 ml benötigte." Er: "Habe ich nicht da, die 200 ml Größe." Ich: "Dann geben Sie mir doch einfach 2 100 ml-Packungen." Er: "Nehmen Sie erstmal die 100 und dann kommen Sie die Tage nochmal." Ich: "Ist das Ihr Ernst? Ich muss das aber zusammen einlegen..." Er: "Habe nur noch 1 da. Wollen Sie noch was anderes?" Der Typ hat mir kackfrech ins Gesicht gelogen und ich werde nur sehr sehr ungern angelogen. So ein Typ! Ob der nicht weiß, dass man diesen blöden Alkohol bei Amazon (!) in jeder erdenklichen Größe bekommt? Ohne Disskusion? Nunja, ich habe mir meinen restlichen Alkohol dann dort bestellt. Es ist ja nunmal auch nicht so, dass ich aussehe, als würde ich mir das Zeug pur hinter die Binde kippen. Ich war echt sauer. In diese Apotheke gehe ich nie wieder. Ich bin 26 Jahre alt! Sowas lass ich mir nicht bieten...

Variante drei ist ohne Alkohol und daher auch für Menschen geeignet, die für Kinder oder Alkoholiker backen oder einfach Vanille zu etwas wie Pudding o. ä. hinzufügen wollen, ohne einen alkoholischen Nachgeschmack zu riskieren.



Zutaten:

400 ml Glycerin in Lebensmittelqualität
(ich habe meines hier bestellt)
ca. 30 g Vanilleschoten
Zubereitung:

Glycerin in eine sterile Flasche füllen,
die Vanilleschoten der Länge nach aufschneiden
und das Mark herauskratzen.
Die Schoten dicht nebeneinander auf ein Brettchen
legen und mit einem Messer der Länge nach kurz
und nicht allzu fest darauf „langhacken“.
Das Mark und die Schoten ansich in die Flasche
       geben und verschließen. Mindestens 2 Wochen ziehen
lassen und immer mal wieder schütteln.


Ich habe alle Extrakte 6 Wochen durchziehen lassen - es war eine gute Entscheidung. Und mein absoluter Favorit ist der Extrakt aus Glycerin. Ich mag es einfach überhaupt nicht, wenn etwas nach Alkohol riecht und schon gar nicht im Backwerk.

Wenn ich mich für eine Alkoholvariante entscheiden müsste, würde ich die 70 %ige Lösung machen, denn dieser Alkohol riecht nicht ganz so fies wie der mit dem Wodka.

Die Extrakte halten sich "ewig". Ich habe sie nun schon einige Wochen bei Zimmertemperatur stehen und es zeichnet sich kein Vergang daran ab. 

Wie macht ihr euren Extrakt? Macht ihr ihn überhaupt selbst?


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