Creamy Jalapeño Sauce

22. März 2017

Liebe Leser.

Manchmal ist man ja auf der Suche nach einer leckeren Sauce, die man eigentlich zu allem nehmen kann. Ob auf Nudeln, auf Burger, zu Chips oder Crackern, zu Gemüsesticks… Die Einsatzvarianten  sind unendlich. Diese Sauce geht sogar so weit, dass mit nur einem kleinen Trick entscheiden kann, ob sie scharf oder einfach nur würzig ohne Schärfe ist. Aber dazu weiter unten mehr.


Zutaten:

100 g Mayonnaise
200 g Schmand
100 g Naturjoghurt
1 Knoblauchzehe
1 Jalapeño (ohne Kerne mild; mit Kernen scharf)
1 EL Limettensaft
1 EL frischen Dill
1 EL frische Petersilie
1 TL Salz
1 EL grünen Tabasco

Zubereitung:

Für eine flüssige Sauce alle Zutaten in
einen Mixer geben und so lange mixen,
bis alle Zutaten sich zu einer
geschmeidigen Sauce verbinden.

Will man eher einen Dip, gibt man nur
die Mayonnaise mit den restlichen Zutaten
          (außer Schmand und Joghurt) in den Mixer.
Alles gut durchmixen und diese Masse
unter den Schmand und den Naturjoghurt
(hier empfehle ich dann
den dickeren 3,8 % Joghurt)
heben und servieren.


Die Sauce hält sich locker 1 Woche im Kühlschrank, wenn man sorgsam damit umgeht und als Mayonnaise ein Industrieprodukt und keine mit frischen Eiern nimmt.

Christina’s most favorite Hot Sauce

15. März 2017


Meine lieben Leser.

Es ist noch gar nicht so lange her, da mochte ich scharfes Essen überhaupt nicht. Auch heute bestelle ich mir im Thai-Restaurant keine scharfen Speisen und auch die Schärfe, die dir alles wegätzt und du nichts mehr schmeckst als SCHARF kann ich nicht ab. Was ich aber mittlerweile mag, sind aromatische Saucen, die dem Gericht den letzten Kick geben. Genauso kam ich zu dieser Sauce hier. Sie wird mit Chile de Arbol gemacht; diese sind rauchig und scharf, aber ziemlich lecker. Auf jeden Fall mein bisheriger Favorit.



Zutaten:

6 Knoblauchzehen
20 g Salz
500 ml Wasser
100 ml Apfelessig
Zubereitung:

Zuerst die Chilischoten vom Strunk befreien,
 sollten sie noch welche haben.
Danach ebendiese in eine Schüssel geben,
mit heißem Wasser übergießen
 (Vorsicht vor den Dämpfen!)
und mit einem kleinen Teller abdecken
und mindestens 4 Stunden einweichen.
Danach das Wasser abgießen und wegschütten
                    (darin ist alle der Dreck etc. der an den Schoten war).
 Nun die Schoten und die restlichen Zutaten
in einen Mixer geben und so fein mixen,
 bis eine Soße entsteht und man keine
großen Stückchen mehr sieht.
Ich püriere sie nicht komplett fein,
 aber das ist ja jedem selbst überlassen.
Danach nur noch in sauber ausgewaschene
Glasflaschen füllen und gut verschließen.


Chilisaucen müssen für mich immer eines haben: Entweder eine Essignote, eine Knoblauch- oder eine Rauchnote. Denn ich benutze diese Saucen um mein Essen zu würzen und nicht, damit es einfach nur scharf ist und man nichts mehr schmeckt. Deswegen würde bei mir auch keine California Reaper Chili auf den Tisch oder in die Sauce kommen.  Meine Lieblingssauce hier hält sich bei Raumtemperatur sehr sehr lange. Durch den Essig und das Salz hat man einen gewissen Konservierungseffekt und ich habe meine schon seit Monaten in der Küche stehen, und es ist nichts passiert. Verlasst euch da einfach auf eure Augen und euren Geruchssinn – aber eigentlich dürfte nix passieren, wenn ihr sauber arbeitet.

Wie mögt ihr eure Chilisaucen und welche Chilisorten nehmt ihr dafür?

Der Dreh mit Herkules & Chili-sin-Carne-Quiche

12. März 2017


Meine lieben Leser.

Auf Facebook hatte ich das heutige Thema schonmal Anfang Februar kurz in einem Post thematisiert – denn  zu dieser Zeit stellte ich mich einer ziemlich großen Herausforderung: Ich wurde einen ganzen Tag von einem Filmteam des hr (Hessischer Rundfunk) begleitet. Aber nicht nur das, nein, denn man stellte mir auch noch eine überaus sympathische junge Dame an die Seite – schöne Grüße an Rebecca an dieser Stelle -, die mich von der Arbeit abholte, um mit mir zu kochen und zu backen. Für manche mag das einfach sein, aber für mich ist es äußerst ungewohnt, gefilmt zu werden bei dem, was ich tue. Aber das super nette Team nahm mir sehr schnell meine Aufregung und da sie mir auch immer klar sagten, was mich als nächstes erwartet, wusste ich, auf was ich mich einlasse. Da ich keinerlei Erfahrung mit Fernsehproduktionen habe, war das ganze drumherum schon sehr aufregend und spannend.

Kamermann, Kameramann, Tonmann, Rebecca (Moderatorin), meine Wenigkeit und Manon (Redakteurin).

Wir hatten uns um 9 Uhr morgens bei mir an der Arbeit verabredet – ich hatte mir den Tag Urlaub genommen (anders wäre es nicht gegangen) und besuchte so meine Kollegen nur kurz und verabschiedete mich dann auch schon wieder. Als nächstes fuhren wir weiter zu mir und machten noch einen kurzen Stopp beim Einkaufen. Die Fahrt wurde per GoPro-Kamera auf meinem Armaturenbrett gefilmt und der Ton- und Kameramann falteten sich auf die Rückbank meines kleinen Lupos. Auf diesen Filmausschnitt bin ich schon echt gespannt und lache mich innerlich schonmal ein wenig kaputt.

 Bei mir daheim wurden erstmal alle Lichtquellen aktiviert + noch Strahler aufgestellt, damit wir nicht zu dunkel waren. Ich glaube, so hell wird meine Wohnung nie wieder sein. Wir kochten, buken und fotografierten und hatten alles in allem ziemlich viel Spaß. Rebecca und Manon (die Redakteurin) machten es mir mit ihren Fragen ziemlich einfach, Gesprächsthemen zu finden und Dinge erklären zu können. Einen ganzen Tag im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen wird nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden und ob ich das so nochmal machen würde, ist fraglich. Ich hatte wirklich Spaß, aber eine Fernsehkarriere (oder Teilnahme an einer Kochsendung) strebe ich bestimmt nicht an. Es war interessant, ein paar meiner Tricks und Kniffe weitergeben zu können und ich habe mich sehr gefreut, dass allen mein Essen geschmeckt hat. Alles in allem haben wir für die 30-minütige Sendung ganze 9 Stunden gebraucht, bis alles im Kasten war. Krass, oder? Davon macht man sich als nicht-Fernsehmensch gar keine Vorstellung. Die Crew erzählte mir auch, dass manche Sendungen für 30 Minuten sogar bis zu 6 Drehtage haben.

Für alle, die sich die Sendung (das super tolle Magazin ‚Herkules‘ mit Berichten aus der Region rund um Kassel) mal ansehen wollen, verlinke ich hier die Mediathek, sobald der Beitrag ausgestrahlt und online ist. Sendetermin ist der 12.03.2017, 16:45 Uhr im hr-Fernsehen (für alle die es "live" sehen möchten.  Bei mir wird's eine kleine TV-Party geben - schließlich sieht man sich nicht allzuoft im TV und ich bin wirklich gespannt, wie sich meine Stimme anhört. Bestimmt schreeeecklich. 

Aber natürlich gibt’s nicht nur auf der Herkules-Seite die beiden Rezepte aus meinem Buch (oder natürlich diese beiden und noch viele andere tolle Gerichte IN meinem Buch), sondern auch hier wird es heute das Quiche-Rezept geben, welches Rebecca und ich gekocht haben. Wohoo, Premiere. Buch meets Blog meets TV sozusagen. ;-) Also los geht’s.

Bei den Fotos hier unten bitte nicht die Farben beachten - wenn so ein Filmteam das Licht einstellt und 6 Leute um dich herumstehen, wird das nix mit stimmungsvollen Bildern. :-D Ich habe da wieder gemerkt, dass mir bei so vielen Menschen die Ruhe fehlt und ich einfach am Besten allein fotografiere.



Chili sin Carne Quiche aus Christina macht was – Veggie. Lecker. Anders.

Zutaten:

Mürbeteig:

400 g Mehl
200 g kalte Butter
1 Ei
1 kleine Eierschalenhälfte voll Wasser
1 Pr. Salz
1 Pr. Zucker

Füllung:

1 Chilischote
1 Knoblauchzehe
1 weiße Zwiebel
250 g fester Räuchertofu
½ TL Oregano
1 Prise Kumin
1 kleine Dose Tomaten im eigenen Saft
ca. 100 ml hochwertigen, starken Espresso
1 Dose Kidneybohnen
ca. 50 g geriebenen Käse (z.B. Bergkäse)
(ich würze die Füllung immer 
gern noch mit etwas Rauchsalz)

Zubereitung:

Gebt das Mehl, Salz & Zucker in eine Schüssel.
Schneidet die Butter in kleine Stückchen und
gebt sie in die Schüssel und bedeckt
 die Butterstückchen mit Mehl.
Zerreibt sie zusammen mit dem
 Mehl zwischen den Fingern.
Es ist am Anfang etwas mühsam,
 aber es ist die Mühe wert.
Das Ziel ist es, kleine Butterflöckchen
zwischen dem Mehl zu haben.
 Je kleiner sie sind, desto schöner wird hinterher
die Kruste für euren Pie, Tarte oder Quiche.
Ihr solltet dafür allerdings nicht zu lange brauchen,
    denn die Butter soll nicht in euren Händen schmelzen.
Wenn ihr mit den Flöckchen zufrieden seid,
gebt das Ei in eure Schüssel und nehmt die
kleinere von euren Eierschalenhälften und
füllt sie mit kaltem Wasser.
Gebt dieses ebenfalls zu eurem Teig und nun heißt
es kneten was das Zeug hält.
Sobald der Teig schön zusammengeknetet ist
wird er mit etwas Mehl ausgerollt und in eine
 längliche Quiche-/Backform gegeben
und etwas angedrückt.
Aus dem Teigüberschuss kann man später
noch Formen ausstechen und
als Deko obendrauf legen.

Bereitet zuerst den Mürbeteig zubereiten.
 Zerkrümelt den Tofu und bratet ihn mit
etwas fein gehacktem Chili, Knoblauch, Zwiebel,
Oregano und Cumin in der Pfanne kräftig an.
Gebt die Dose Tomaten und den Espresso
zum Tofu und lasst alles ein bisschen einköcheln.
Nun nur noch die Kidneybohnen abschütten,
 abwaschen und ebenfalls zum Chili geben.
 Chilimasse in die Quicheform füllen,
  etwas Käse darüber streuen, eventuell ausgestochene
 Teigstücke darauflegen und
bei 180 °C ca. 30 Minuten backen.


Ich war sehr froh, dass es dem ganzen Team geschmeckt hat und sogar die Männer haben gesagt, dass man nicht herausschmecken würde, dass es Tofu ist, der die Konsistenz gibt. Es war ein schöner Tag und ich bin sehr froh, dass ich zu dieser Erfahrung ja gesagt habe. Danke an die Herkules-Crew – ihr seid ein tolles Team und es macht Spaß, mit euch sowas zu erarbeiten.

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