Schokoladen-Bananenbrot/-kuchen

15. Februar 2017


Meine lieben Leser.

Ersteinmal HERZLICHEN und tief-empfundenen DANK an alle, die mir so wunderbare Kommentare unter meinem letzten Post dagelassen haben. Oder aber auch an die, die vielleicht nicht so gerne kommentieren und mich einfach nur mit ihrem Klick unterstützen. Danke. Ihr seid der Grund, warum mir das hier immer noch Spaß macht und ich es auch auf jeden Fall weitermachen möchte. Aber kommen wir zum heutigen Rezept.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber Bananen und ich – wir haben eine schwierige Beziehung. Mal esse ich sie super gern und viel; mal ist mir allein der Geschmack von einem Bissen zu viel. Manchmal kaufe ich zu wenige und ich habe noch Lust drauf. Manchmal „gammeln“ ein paar auf meiner Kücheninsel vor sich hin und ich kann mich nicht dazu aufraffen, die überreifen Bananen noch zu essen.

Hmm...


Die Amis haben für solche Bananensituationen eine hervorragende Verwendungsmöglichkeit: Bananenbrot. Nunja. Bei unserer hiesigen Definition von Brot ist das nicht wirklich Brot sondern ein leckerer Kuchen. Aber wer will sich hier schon in Haarspalterei ergehen, wenn er in dieser Zeit schon diesen Kuchen essen könnte? Niemand – genau. Und deswegen kommen wir jetzt auch zum Rezept.  



Zutaten:

3 überreife Bananen
120 g Butter, Raumtemperatur
100 g braunen Zucker
1 Ei
1 TL Vanille
1 Prise Salz
150 g Mehl
50 g Backkakao
½ Pk. Backpulver
150 g Zartbitter Schokoladenstreusel
Zubereitung:

Zuerst die überreifen Bananen schälen und
mit einer Gabel oder einen anderen
 Stampfwerkzeug zermanschen.
Wer Stücke mag, lässt sie drin; wer keine mag,
manscht noch ein bisschen weiter.
        Bedenkt aber bitte, dass Bananen nicht gut durchbacken.
Also lieber etwas feiner zerdrücken.
Heizt den Ofen auf 180 °C vor.

Schlagt nun die Butter auf und gebt den Zucker hinzu.
Weiterschlagen, bis die Butter ihre
 Farbe leicht ändert (heller wird).
Gebt nun das Ei und das Bananenmus
hinzu und schlagt weiter.
Nun die trockenen Zutaten vermischen
 (bis auf die Schokoladenstreusel) und in die Schüssel
 mit der Buttermasse sieben.
Alles gut vermengen und nun als Abschluss
noch die Schokoladenstreusel unterheben.
Diese Masse nun in eine gebutterte Kastenform geben
 und in den Ofen schieben.
Backt das Bananenbrot nun ca. 55 – 60 Minuten.
 Macht auf jeden Fall eine Garprobe!


Ich lasse mein Bananenbrot komplett auskühlen und esse es dann sehr gern am Wochenende zum Frühstück. Vielleicht noch ein bisschen Marmelade drauf oder wer es extrem schokoladig mag, bestreicht eine Scheibe davon mit Nutella. Aber auch pur, oder mit einem Klecks Sahne, ist es eine Freude zum Nachmittagskaffee/-tee.

…über gekaufte Follower, Frustrationsgrenzen und die pure Verzweiflung.

11. Februar 2017

Meine lieben Leser.

Hachja. Manchmal muss man schwere Themen besprechen - da macht die Realität auch nicht vor dem Blog Halt - und da momentan immer mehr Bloggerkolleginnen dieses Thema anschneiden, ist es auch für mich an der Zeit, mir mal den Frust über diese Themen von der Seele zu schreiben.

Ganz ehrlich – ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Artikel hier veröffentlichen soll, aber wisst ihr was? Ehrlich währt am Längsten, und da ich bisher mit euch immer ehrlich war, werde ich jetzt nicht damit aufhören.

Momentan stehe ich an einem Scheideweg. Auf der einen Seite macht mir das Bloggen unheimlichen Spaß. Wirklich. Selbst wenn keiner von euch das hier mehr lesen würde, ich würde für mich selbst weitermachen. Einfach, damit ich mein ganz persönliches Kochbuch immer und überall abrufen kann. Mein Blog ist sozusagen meine Cloud und oft genug stehe ich mitten im Supermarkt und schaue auf meinem eigenen Blog nach, was ich für dieses und jenes Rezept noch brauche. Ich richte mich bei meinen Blogbeiträgen nicht nach Trends oder nach dem, was euch gefallen könnte und was per Klickbait am meisten Aufmerksamkeit erreicht – nein. Ich verblogge die Rezepte, die mich gerade schrecklich interessieren. Das spiegelt mein Blog auch wieder, denke ich. Es sind nicht nur Hauptgerichte und Layer Cakes – es sind auch all die Kleinigkeiten, die ich tagtäglich für mich und meinen Freund mache und koche. Ich denke, ich werde selbst in 10 Jahren noch bloggen und Spaß daran haben; denn egal was bisher in meinem Leben passiert ist: Der Blog war in den letzten 5 Jahren ein Teil davon. Es ist ein Hobby und manche Hobbys hat man ein Leben lang. Aber auf der anderen Seite merke ich, dass der Blog gar nicht das Problem ist, sondern ich merke, dass mir langsam das Drumherum zu viel wird.

Neben meinem Vollzeitjob im Büro kommen immer mehr Dinge hinzu. Derzeit stecke ich in der Korrektur meines zweiten Buches – d. h. nach dem Abgabetermin ist es nicht vorbei und der Verlag macht nicht den ganzen Rest – nein, ich bekomme die Korrekturfahnen und setze mich teilweise mehrere Stunden am Stück daran und exorziere jedes Rezept durch. Ich suche Rechtsschreibfehler, Fehler im Rezept und der Zubereitung, es will alles in einen bestimmten Rahmen gebracht werden etc. pp. Auch das ansich macht mir riesigen Spaß, denn es ist mein Buch, mein Baby, was ich da bearbeite und es ist die Frucht all meiner Arbeit der letzten Monate. Mein zweites Buch ist – genauso wie mein erstes – mein ganzer Stolz und ich investiere so viel Lebenszeit in dieses Projekt, dass es wirklich so ist, als würde ich mich um ein Baby kümmern (wobei mein Buch mich nachts nicht weckt). Ich liebe es, dass nach monatelanger Arbeit am Ende ein gebundenes Buch auf mich wartet und das Gefühl, es dann in den Händen zu halten und im Buchladen stehen zu sehen, ist mit nichts vergleichbar. Es ist – genauso wie mein Blog – mein Herzensprojekt und ich liebe es, dass dies momentan alles passiert. Aber auch hier gibt es eine Seite, die einfach nur anstrengend ist. Ich habe eben keine Zeit für dies oder jenes, sondern muss ständig die Disziplin aufbringen, weiter zu arbeiten, obwohl es andere nicht als Arbeit ansehen. Ich sage ständig: „So, ich gehe noch ein wenig arbeiten.“ – für die meisten ist Bloggen aber keine Arbeit. Sie wissen nicht, dass es teilweise Tage dauert, bis ein Post im Kasten und im Internet ist. Ich mache da auch niemandem einen Vorwurf, schließlich entscheide ich mich jedes Mal wieder neu, weiter zu machen. Aber es ist schon ein riesiger Druck, der auf mir lastet – gerade mit einem Abgabe- oder Veröffentlichungstermin vor Augen.

Und neben Vollzeitbürojob, Blog und Buch kommen noch andere Dinge hinzu. Ich schreibe mittlerweile 2 Kolumnen im Monat und nur für eine bekomme ich überhaupt etwas. Die andere schreibe ich, damit die Leute meinen Blog und mein Buch kennenlernen – denn natürlich erwartet jeder, dass ich mein Buch auch promote. D. h. das sind zusätzliche 3 Posts im Monat, die ich liefern muss – das hört sich im ersten Moment nicht nach viel an, aber wenn man sowieso eigentlich keine Freizeit hat, in der man das machen könnte, wird es schwer, diese 3 Posts irgendwie aus dem Hut zu zaubern. Ich mache es trotzdem gern, aber auch das sind halt Sachen, die noch so nebenbei laufen müssen.

All das zieht aber Rattenschwänze hinter sich her. Z.B. bekomme ich ab und an Anfragen für Interviews – ob schriftlich oder telefonisch; sie kosten Zeit. Zeit am Nachmittag, die ich eigentlich anders verwenden muss. Oder E-Mails. Ich bekomme haufenweise E-Mails wo irgendwelche Menschen irgendwas von mir wollen. Ob Antworten, Kooperationen oder das ich irgendwelche Infografiken und eBooks in meine Posts einbaue – es kostet auch da wieder Zeit, die ich eigentlich nicht habe. Es sind so viele Kleinigkeiten, die mich so viel Zeit kosten, die mich dann wieder Familien- und Freundezeit kosten. Letztens fragte mich ein Regionalsender, ob ich Lust hätte, mit ihnen einen Tag zu drehen und mich von ihnen mal begleiten zu lassen. Wir haben 9 Stunden gedreht – am Ende kommt eine 30-minütige Sendung dabei heraus. Es hat richtig richtig viel Spaß gemacht; aber auch dafür musste ich einen Tag Urlaub nehmen von meiner eigentlichen Arbeit. Einen Tag weniger, den ich mit meiner Familie oder meinem Freund verbringen kann. Klar, das war vielleicht eine einmalige Gelegenheit, die ich da wahrnehmen durfte. Aber ihr versteht was ich meine, oder? Es war unglaublich aufregend, aber ich war vorher ein nervliches Wrack. Ich freue mich unglaublich auf die Sendung, aber ich würde so gerne viel mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und diesen Sommer habe ich mal kein riesigen Buchprojekt sondern nur ein kleines und ich hoffe, dass ich ihn dann dieses Jahr einfach mal genießen kann. Einfach mal von der Arbeit heim kommen und nichts mehr erledigen müssen außer Kochen & Hausarbeit – das wäre ein Traum.

Ich werde häufig gefragt, woher ich die ganze Energie dafür nehme, um all das zu schaffen. Und ich muss ehrlich sagen, ich weiß es nicht so wirklich. Treibt mich da mein Perfektionismus an oder bin ich schon süchtig nach Erfolgserlebnissen und muss ich das alles machen um mich als Person zu definieren und was zu erzählen zu haben? Ich weiß es nicht.
Und was definiert mich überhaupt als Bloggerin und was ist denn wichtig? Wie viele Bücher ich habe? Oder meine Followerzahlen? Motivieren mich vielleicht die vereinzelten Kommentare auf meinem Blog oder den socialmedia-Seiten? Denn eines ist klar: Kommentiert wird immer weniger. Leider. Denn Kommentare sind das Lebenselixier jedes Blogs und wenn überhaupt keine Resonanz kommt, nimmt einem das langsam und schleichend dann doch die Freude. Man fragt sich als Blogger ganz schnell, was man denn nun schon wieder falsch gemacht hat. Sind die Fotos doch nicht so schön oder das Rezept nicht gut genug? Man hinterfragt so ziemlich alles und wird unsicher… Dabei sollte es doch wirklich nicht so sein. 

Denn in Anlehnung an den letzten Gedanke bist du für Firmen als kleine Bloggerin, wie ich es bin, auch nichts wert. Weder wird deine Arbeit bei einer Kooperation geschätzt, noch wollen die meisten Firmen (und sogar richtig große Firmen) etwas bezahlen, wenn sie deine mit viel Liebe und Aufwand produzierten Bilder und Rezepte verwenden wollen. Blogger sind nichts wert. Manche großen Firmen wollen die Verwertungsrechte an Bildern und Rezepten für immer und überall – sogar den Urheber wollen sie nichtmal nennen. Und das natürlich für lau. Denn wir manchen das ja schließlich als Hobby, haben das nicht gelernt und sind somit unterqualifiziert. Und wir sind – wie ja eben schon erwähnt – zu kleine Lichter. Es interessiert einfach keinen. Wenn man natürlich nicht wie ich ca. 3.000 Follower hat, sondern 300.000 sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Ob gekauft oder nicht, das ist vollkommen egal. Hauptsache du bist ein hipper Influencer mit maximalen Followerzahlen. Drauf geschissen, ob die Follower alle nur fake sind und es keinen Interessiert, was du da in die Kamera hälst oder du sie dir wirklich mit viel Arbeit und Liebe erarbeitet hast. 10 Likes bei 10.000 Followern? Unwahrscheinlich, dass da echte Menschen hinterstecken. Firmen legen Wert auf Dinge wie einen durchgestylten Instragam-Account. Tja. Bei mir haben sie da Pech – ich poste, was bei mir gerade passiert und nicht was gerade passt. Ich warte nicht auf das perfekte Licht oder die perfekte Stellung – ich bilde mein Leben ab und fake keinen perfekten Alltag. Weder bin ich perfekt, noch möchte es sein und da ist es mir auch egal, ob ich 10 Follower verliere, weil mein Bild schon wieder nicht in meine Galerie passt. Punkt. Deswegen habe ich aber auch keine 10k-Follower. Schade-Schokolade, aber so ist es und ich mache mich selbst nicht mehr klein, weil keine 10.000 Menschen meinen Bildern hinterher hecheln. Ich nehme mich sogar auf den socialmedia-Plattformen mittlerweile ziemlich zurück und teile großteils wirklich nur noch essen und nicht mehr, wo ich gerade bin etc. Und wenn ich mal 3 Tage nix poste, ist das auch ok. Ich mache mich da nicht verrückt und analysiere nicht, welche die beste Tageszeit zum Posten etc. ist.

Allerdings hatte ich diese Einstellung nicht immer. Bis vor einigen Monaten habe ich wirklich mit mir selbst gerungen. Soll ich meinen Account stylischer machen? Muss ich jetzt immer auf dem gleichen Hintergrund fotografieren? Gebe ich meine ich-mache-was-ich-will-Attitüde dafür auf, nach außen hin perfekt zu wirken? Will ich das? Es kam sogar so weit, dass ich mir ernsthaft überlegt habe, Follower zu kaufen. Ich gebe das zu, denn das zeigt, wie verzweifelt man einfach manchmal in dieser ach so perfekten Bloggerwelt ist. Wenn alle um dich rum 10k und mehr haben und es weder mit Bildern noch mit Rezepten gerechtfertigt werden kann, dann macht man sich Gedanken. Dann verzweifelt man. Denn ohne Follower bist du nichts wert. Aber natürlich ist das Follower-Kaufen ein Tabu-Thema unter Bloggern. Das ist wie Bild lesen - Es macht natürlich keiner, aber die Bild-Auflage spricht für sich. Leider verstehen viele nicht, dass es mittlerweile Mittel und Wege gibt, gekaufte Follower zu erkennen. Z.B. mit dieser Seite hier könnt ihr die Follower von Facebookseiten analysieren und wenn ein deutscher Blogger mit deutschen Texten auf einmal 5.000 Follower aus Malaysia oder Indonesien hat – nunja, da kann man dann schonmal seinen Schluss ziehen.

Und nebenbei machen nicht nur Followerzahlen oder Firmen einem Blogger eventuell die Freude am Bloggen kaputt. Denn statt sich zu unterstützen, ist es ein sehr harter Konkurrenzkampf unter den Bloggern allgemein. Na klar, man unterhält sich in Facebookgruppen über allerlei Kram und vielleicht gibt es auch die eine oder andere Freundschaft – aber es sind doch irgendwie immer noch alle Rivalen.  Ich vergleiche mich häufig mit anderen Bloggern und immer wieder fallen mir dieselben Dinge auf: Andere haben mehr Follower, mehr Kreativität, bloggen mehr als 1 Mal in der Woche und sie sind natürlich viel professioneller und mit besseren Bildern unterwegs. Auch wenn es nicht wahr ist; man redet sich das selbst ein und macht sich so immer kleiner. Es ist traurig – aber ich entfolge momentan vielen anderen Bloggern. Einfach nur, weil sich bei mir ein schlechtes Gefühl einstellt, wenn ich mir ihre Blogs ansehe oder ihre Instagram-Bilder in meinem Feed auftauchen. Ich lebe glücklicher, wenn ich nicht ständig meine (wenn vielleicht auch gefakte) perfekte Konkurrenz sehe. Und was ich auch überhaupt nicht mehr abkann, sind Accounts, in denen es nur noch um Produktplatzierung geht. Ich kann mir das nicht mehr antun – schon gar nicht, wenn es nicht gekennzeichnet wird, dass da schon wieder ein PR-Sample in die Kamera gehalten wird. Da ich viele Mails mit Angeboten bekomme, weiß ich von einigen Kooperationen und kann abschätzen, ob dieser oder jener Instagrammer oder Blogger gerade auch mit denen kooperiert. Gerade bei einigen Mami-Bloggerinnen fällt mir das derzeit extrem auf; auf jedem Instagram-Bild ist irgendwas gesponsert und wird verlinkt. Es hat wirklich überhandgenommen und ist unerträglich geworden. Keiner sagt was, wenn man Kooperationen eingeht – wenn aber der ganze Account nur noch aus bezahlter Werbung besteht und nicht darauf hingewiesen wird…Boah. Nee. Klar – wenn ich mir überlege, wie viel Geld ich in meinen Blog und das Drumherum investiere – das ist krass und muss eigentlich irgendwo wieder reinkommen. Es bringt mir nicht viel – gerade z.B. Facebook-Werbung kostet und für die paar Klicks, die man da zusätzlich bekommt, ist es in meinen Augen herausgeschmissenes Geld. Denn ja, du musst nicht nur deinen Blog mit Inhalten füttern, sondern auch das Drumherum kostet einiges. Da sind die Fotoprops, die angeschafft werden müssen. Kamerazubehör, neue Zubereitungsarten und extra Lebensmittel, Werbekosten (wenn man bei Facebook und Instagram welche schaltet), etc. pp. Ich nehme teilweise irrsinnig viel Geld für ein blödes Hobby in die Hand und spare lieber an Dingen, wo ich dieses Geld besser investieren könnte. Für die Leser ist alles umsonst, aber wenn man das in einem Ausmaß wie ich macht (mit Büchern, Kolumnen und Blog), dann verschlingt dieses Hobby sehr sehr viel Geld meines normalen Einkommens, mit dem ich mich finanziere. 

Ich weiß, ich jammere mal wieder auf hohem Niveau. Aber manchmal muss das raus. Manchmal muss man Dinge klarstellen. Manchmal muss man sich Dinge von der Seele schreiben. Die nächsten Monate werden zeigen, ob und wann ich meinen Breakingpoint erreicht habe. Es wird langsam zu viel und ich muss die Notbremse ziehen, bevor mir der ganze Zirkus hier keinen Spaß mehr macht. Ich werde das niemals Vollzeit machen, denn ich bin sehr auf Sicherheit bedacht und würde meinen Beruf niemals für’s Bloggen aufgeben. Ich mag es, jeden Monat zu wissen, was an Geld reinkommt und ich will auf keinen Fall von Werbeeinnahmen oder Kooperationen abhängig sein, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. N.i.e.m.a.l.s. Es ist halt immer noch nur ein Hobby und das wird es auch bleiben.

Ich möchte auch weiterhin mindestens 1 Mal die Woche ein Rezept veröffentlichen – das ist machbar und ich liebe das was ich tue nunmal wirklich. Aber dieses ganze Drumherum ist auch z.B. ein Grund, wieso ich zu keinen Bloggerevents fahre (außer sie passen mir gerade wirklich gut in den Zeitplan). Erstens ist mir der Aufwand zu groß (Urlaub oder Gleittag nehmen, hinfahren, eventuell übernachten müssen etc.), es ist mir einfach zu teuer (Bahnticket oder Benzin, Übernachtungsmöglichkeit etc.) und ich bin einfach nicht der Smalltalk-Typ, der sich mit allen super unterhalten kann, auch wenn er ihn/sie nicht kennt. Es ist halt das Drumherum, was mich momentan ein wenig zweifeln lässt. Ein wenig.

Puh, das war jetzt länger als gedacht – wer bis hierhin durchgehalten hat: Bravo. Hier ist dein imaginärer Orden am Band.

Meine Lieben, man liest sich. 

Simit - Türkische Sesamringe

8. Februar 2017


Meine lieben Leser.

Ich gehe sehr gerne in türkischen Supermärkten einkaufen – erstens ist das Obst und Gemüse dort immer super und sehr günstig und zweitens werde ich immer mal wieder von Produkten überrascht, die ich noch nicht kannte. Und so ging es mir auch mit diesen leckeren Sesamringen. Ich liebe sie. Wenn ich könnte, würde ich sie für jedes Wochenend-Frühstück backen, denn sie sind frisch aus dem Ofen einfach zum Niederknien. Aber fangen wir an.

 

Ich zeige euch jetzt erstmal Schritt für Schritt, wie man diese Leckereien zubereitet. 
Es ist wirklich ziemlich einfach. 



Zutaten:

10 g Hefe
300 ml Wasser
500 g Mehl
10 g Salz

Topping:

ca. 140 g Sesam
ca. 60 g Melasse
ca. 100 ml Wasser
Zubereitung:

Zuerst die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.
Danach alle Zutaten für den Teig vermengen
und zu einer Kugel formen.
Die Schüssel gut mit Frischhaltefolie verschließen
und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
                                 Am nächsten Morgen den Teig in 8 gleichgroße Teile teilen
und jeden Teigling auf ca. 70 – 80 cm Länge
ausrollen zu einem Strang.
Beide Enden dann zusammennehmen
und den kompletten Strang verzwirbeln.
 Beide Enden zusammendrücken,
damit ein Kreis entsteht (siehe Fotos).
Die Melasse mit dem Wasser vermengen und
die Ringe dann zuerst in die Melassemischung tauchen
 und danach in Sesam wälzen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben
 und abgedeckt so lange gehen lassen,
bis alle Ringe fertig sind.
Bei 180 °C ca. 30 Minuten backen.


Ich liebe diese Sesamringe noch warm direkt aus dem Ofen mit etwas Butter. Aber auch am nächsten Tag kann man sie noch hervorragend essen – dazu einfach auf dem Toaster wieder aufbacken.


Kennt ihr diese Sesamringe und mögt ihr sie genauso wie ich?
 
Made With Love By The Dutch Lady Designs